WORX Landroid Plus WR165E Mähroboter mit: Die technische Analyse

WORX Landroid Plus WR165E Mähroboter mit Begrenzungskabel ist für Rasenflächen bis 500 Quadratmeter ausgelegt und wird als Neuware zum Preis von 410,00 EUR angeboten, mit Versand aus Deutschland. Dieses Modell gehört zur Plus-Serie, die sich durch die Integration eines Artificial Intelligence Algorithm (AIA) von Worx auszeichnet. Der Algorithmus analysiert das bisherige Mähverhalten und die Graswachstumsmuster in verschiedenen Zonen des Gartens, um die Routenplanung dynamisch zu optimieren. Der Roboter lernt über mehrere Mähzyklen hinweg, welche Bereiche schneller nachwachsen oder schwerer zugänglich sind, und passt die Fahrzeit pro Sektor entsprechend an. Dies reduziert die Gesamtlaufzeit pro Fläche und verhindert unnötige Überfahrten.

Der Antrieb erfolgt über zwei bürstenlose Gleichstrommotoren an den Hinterrädern, die eine maximale Steigung von 35 Prozent (entspricht etwa 20 Grad) bewältigen. Die bürstenlose Technik erhöht die Lebensdauer des Motors und senkt den Wartungsaufwand. Die Vorderachse ist gelenkt, aber nicht angetrieben – der Wendekreis beträgt etwa 80 cm. Für enge Durchgänge oder schmale Gassen zwischen Beeten muss der Gartenplaner Korridore mit einem Mindestabstand von 1,5 Metern vorsehen, um ein sicheres Wenden zu ermöglichen. Der WR165E verwendet ein 3-Rotor-Mähsystem mit schwenkbaren Klingen aus gehärtetem Edelstahl. Der Schnitt erfolgt ähnlich wie bei einem Spindelmäher, jedoch rotierend. Die Schnitthöhe lässt sich stufenlos zwischen 30 und 60 Millimetern über eine Rändelschraube am Gehäuse einstellen. Die App erlaubt keine ferngesteuerte Höhenverstellung; dies muss manuell geschehen.

Der Akku ist Teil des Worx PowerShare-Systems, das mit zahlreichen anderen Geräten der Marke wie Kettensägen, Laubbläsern oder Heckenscheren kompatibel ist. Die 20-Volt-Lithium-Ionen-Zelle mit 2,0 Amperestunden liefert eine reale Laufzeit von etwa 60 bis 70 Minuten bei durchschnittlichen Bedingungen. Die Ladezeit beträgt rund 120 Minuten. Der Ladevorgang erfolgt an der mitgelieferten Ladestation, die über ein 24-Volt-Sekundärnetzteil gespeist wird. Die Station ist mit einem Regensensor ausgestattet, der den Roboter bei einsetzendem Niederschlag zur Basis zurückruft. Der Sensor misst die Leitfähigkeit zwischen zwei Kontakten; bei Trockenheit setzt der Roboter den Betrieb automatisch fort.

Die Navigation basiert auf dem Zufallsprinzip, gestützt durch die AIA-Optimierung. Anders als Modelle mit Laser-Rangefinder oder visueller SLAM-Navigation erstellt der WR165E keine Karte des Gartens. Stattdessen fährt er spiralförmig von der Ladestation aus nach außen, bis er auf das Begrenzungskabel trifft, und dreht dann in einem Zufallswinkel ab. Die KI-Lernfunktion sorgt dafür, dass der Roboter nach mehreren Durchläufen Bereiche mit höherem Grasaufkommen bevorzugt ansteuert. Dies ist eine rein softwaregesteuerte Heuristik, keine geometrische Kartierung. Für den Anwender bedeutet dies eine einfachere Installation ohne Kartierungsfahrt, aber auch eine geringere Effizienz bei sehr komplexen Grundstücken mit vielen Hindernissen.

Die Hinderniserkennung erfolgt über einen mechanischen Stoßpuffer im vorderen Bereich. Bei Kontakt mit einem festen Hindernis stoppt der Roboter, fährt ein Stück zurück und dreht um etwa 30 Grad ab. Weiche Hindernisse wie dichte Büsche werden nicht erkannt; hier kann es zu leichten Kollisionen kommen, die jedoch die Klingen nicht beschädigen, da sie schwenkbar aufgehängt sind. Ein Hebefühler unterbricht die Motor- und Messerbewegung, sobald der Roboter angehoben wird, und aktiviert einen lauten Alarm. Ein Kippsensor erkennt Überrolllagen und stoppt ebenfalls die rotierenden Teile. Das Gehäuse besteht aus UV-beständigem ABS-Kunststoff mit einer Schutzklasse IPX4, Spritzwasserschutz ist gegeben.

Die App-Anbindung erfolgt über WLAN (2,4 GHz) und Bluetooth zur Erstkonfiguration. Die WORX Landroid App erlaubt die Festlegung von bis zu vier Sperrzonen (Separationsbereiche) innerhalb der Rasenfläche, die der Roboter nicht betreten soll – dies ist ohne zusätzliches Begrenzungskabel möglich, indem die Zonen als GPS-artige Koordinaten (über WLAN-Positionsbestimmung) definiert werden. Die Genauigkeit liegt bei etwa 2-3 Metern, sodass sich das nicht für exakte Abgrenzungen eignet, aber für grobe Bereiche wie Blumenbeete ausreicht. Die App zeigt den Akkustand, die verbleibende Mähzeit und den Status des Regensensors an. Ein Zeitplan lässt sich für jeden Wochentag individuell programmieren.

Hard Facts: Die Spezifikationen

Spezifikation Wert
EAN (GTIN-13) 6943475869847
Geeignete Rasenfläche bis 500 m²
Akku-System Worx PowerShare 20 V (Lithium-Ion)
Akku-Kapazität 2,0 Ah
Laufzeit (pro Ladung, Herstellerangabe) bis zu 70 min
Ladezeit (Herstellerangabe) ca. 120 min
Schnittbreite 18 cm
Schnitthöhe 30 – 60 mm (stufenlos)
Maximale Steigung 35 % (20°)
Gewicht (inkl. Akku) 7,57 kg
Zustand Neu
Preis 410,00 EUR

Die Werte für Laufzeit und Ladezeit basieren auf standardisierten Testbedingungen der Hersteller bei mittlerer Grashöhe und 20 °C Umgebungstemperatur. Reale Laufzeiten variieren je nach Feuchte, Steigung und Schnitthöhe. Die maximale Steigung von 35 Prozent bezieht sich auf die Betriebsfläche; der Roboter kann diese Steigung nur erklimmen, wenn das Gras nicht zu hoch ist und die Traktion nicht durch Nässe beeinträchtigt wird.

Preis-Leistungs-Einordnung bei 410.00 EUR

Der Preis von 410,00 EUR positioniert den WORX Landroid Plus WR165E im unteren bis mittleren Preissegment für Mähroboter der 500-m²-Klasse. Vergleichbare Modelle von Gardena (z. B. Gardena R40Li) oder Husqvarna (Automower 105) kosten zwischen 550 EUR und 700 EUR. Der WR165E spart Kosten durch Verzicht auf hochauflösende Navigationssensoren (Lidar, GPS) und durch die Nutzung des bürstenlosen Motors anstelle eines bürstenbehafteten Gleichstrommotors – letzterer ist günstiger, aber weniger effizient und wartungsintensiver. Das mitgelieferte Begrenzungskabel (200 Meter) und die 30 Heringe haben einen Wiederverkaufswert von etwa 30 EUR, sodass der reine Gerätepreis bei rund 380 EUR liegt.

Die App-Funktionalität des WR165E umfasst alles Wesentliche: Zeitplan, manuelle Steuerung, Fehlermeldungen und die AIA-Lernfunktion. Anders als bei Premiummodellen fehlt eine Kartendarstellung des Gartens, was die Einrichtung von Sperrzonen weniger präzise macht. Für einen standardmäßigen rechteckigen Garten bis 500 Quadratmeter ist diese Einschränkung kaum relevant. Die Plus-Serie bietet gegenüber der Basis-Landroid-Serie (z. B. WR130E) vor allem die KI-Optimierung und eine verbesserte App-Integration. Der Aufpreis von etwa 70 EUR gegenüber dem WR130E (ca. 340 EUR) ist gerechtfertigt, wenn der Garten mehrere Zonen mit unterschiedlichem Wachstum aufweist, da die KI dort Zeit spart.

Die Garantie beträgt seitens Worx 2 Jahre auf das Gerät, ohne Registrierung. Bei Neukauf über einen deutschen Händler greift zudem die gesetzliche Gewährleistung von 2 Jahren (bei Gebrauchsgütern). Der Versand aus Deutschland mit Sitz des Verkäufers innerhalb der EU minimiert Risiken bei Zoll oder Garantieabwicklung. Im Vergleich zu Gebrauchtgeräten (oft ab 250 EUR) bietet der Neuzustand des WR165E eine volle Funktionsgarantie ohne Abnutzungserscheinungen am Akku oder an den Messern. Der Akku eines Neugeräts hat typischerweise 100 % der ursprünglichen Kapazität, während gebrauchte Akkus nach 50-100 Zyklen bereits 10-15 % verlieren können.

Ein möglicher Kritikpunkt ist die relativ knappe Akkulaufzeit von 70 Minuten. Für einen 500-m²-Garten benötigt der Roboter in der Regel zwei bis drei Ladevorgänge pro Mähzyklus. Die Ladezeit von 120 Minuten verlängert die Gesamtbearbeitungszeit auf etwa 3,5 bis 4 Stunden für eine vollständige Flächendeckung. Bei Mähintervallen von zwei Tagen ist das jedoch ausreichend, da der Roboter automatisch weitermacht. Wer einen großen, ununterbrochenen Mähvorgang wünscht, sollte auf Modelle mit größerem Akku oder Doppelakku setzen (z. B. WR185E), die aber auch teurer sind.

FAQ: 3 kritische Fragen vor dem Kauf

1. Wie zuverlässig ist die Hinderniserkennung bei weichen Hindernissen wie Büschen oder Blumen?

Der WORX Landroid Plus WR165E verfügt ausschließlich über einen mechanischen Stoßpuffer aus Kunststoff, der nur auf feste Hindernisse reagiert (Mauern, Bäume, Steine). Weiche Hindernisse wie dichte Sträucher oder niedrige Blumen werden beim Zufahren nicht erfasst; der Roboter drückt sich durch das Geäst, bis der Stoßfessor durch die Biegewirkung des Gehölzes auslöst. Dies kann zu Abdrücken in der Bepflanzung führen. Der Hersteller empfiehlt, empfindliche Bereiche durch das Begrenzungskabel als Sperrzone abzugrenzen oder die Pflanzen mit einem Abstand von mindestens 30 cm zum Rasenrand zu setzen. Für Gärten mit vielen weichen Hindernissen ist ein Modell mit einem berührungslosen Sensor (z. B. kapazitiver oder Ultraschallsensor) besser geeignet, der solche Hindernisse vor dem Kontakt erkennt.

2. Kann der Roboter bei Regen mähen, und wie reagiert der Regensensor bei Tau oder Nebel?

Der integrierte Regensensor basiert auf dem Prinzip der verbesserten Leitfähigkeit zwischen zwei Elektroden. Bei Niederschlag oder starker Feuchtigkeit (Tau, Nebel) steigt die Luftfeuchtigkeit, sodass der Sensor auch bei nicht messbarem Regen auslösen kann. Dies führt oft zu vorzeitigen Rückfahrten zur Ladestation bei Morgen- oder Abendfeuchte. Die Empfindlichkeit ist nicht einstellbar. Der Roboter bleibt dann für eine Trockenphase in der Station, die je nach Lüftungsbedingungen 30 bis 90 Minuten dauern kann. Bei konstantem Nieselregen kann es passieren, dass der Roboter den ganzen Tag nicht mäht. Alternativ kann der Sensor in der App deaktiviert werden, was aber das Mähen bei Nässe ermöglicht – dann leidet die Schnittqualität (Gras klumpt) und die Akkulaufzeit sinkt durch höheren Rollwiderstand. Wer einen verlässlichen Betrieb bei wechselhaftem Wetter wünscht, sollte die Regensensorfunktion eher als Schutz verstehen, nicht als präzises Steuerelement.

3. Wie wartungsintensiv ist der WR165E im Vergleich zu einem Gerät mit Laser-Navigation, und welche Ersatzteile werden häufig benötigt?

Der WR165E hat keine beweglichen optischen Teile (Laser, Kameras), die gereinigt oder justiert werden müssten. Die Hauptwartung umfasst: alle 2 bis 4 Wochen Wechsel der drei Rotormesser (Klingen), wöchentliche Reinigung des Gehäuseunterbodens von Grasanhaftungen, und jährliche Überprüfung der Radlager und der Ladestationskontakte auf Korrosion. Die Messer kosten etwa 8 EUR für ein Set aus drei Stück und sind durch einen Schnellwechselmechanismus ohne Werkzeug austauschbar. Im Vergleich zu Laser-Modellen (z. B. Robomow RX20) entfällt die Reinigung der Sensorfenster. Allerdings ist die mechanische Belastung der Räder und des Antriebsstrangs bei Modellen ohne Kartenkollisionen höher, da der Roboter häufiger an Hindernissen anstößt. Typische Verschleißteile sind nach etwa 3 bis 4 Jahren die Hinterradlager (kosten ca. 15 EUR pro Paar) und die kabelgebundene Ladestationsplatine (ca. 40 EUR). Das Begrenzungskabel hat eine Lebensdauer von 5 bis 10 Jahren, wenn es nicht durch Nagetiere oder Gartenarbeiten beschädigt wird. Die App bietet eine Fehlerdiagnose für Kabelbrüche, die mittels eines optionalen Kabelsuchgeräts lokalisiert werden können.

WORX Landroid Plus WR165E Mähroboter mit

WORX Landroid Plus WR165E Mähroboter mit

410.00 EUR


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