Stiga Benzin-Rasenmäher Combi 955 V: Die technische Analyse

Der Stiga Benzin-Rasenmäher Combi 955 V positioniert sich im Segment der kompakten, mittelgroßen Benzin-Rasenmäher mit Radantrieb für anspruchsvolle Privatgärten. Mit einer Schnittbreite von 53 cm deckt er Flächen bis etwa 1500–2000 m² effizient ab – eine Klasse oberhalb der gängigen 46-cm-Modelle, die häufig bei 800–1200 m² ihre Grenzen erreichen. Der primäre technische USP liegt im verbauten Stiga ST 125 Motor, einem Viertakt-Ottomotor mit 125 cm³ Hubraum und einer Leistung von etwa 2,5 kW (3,4 PS). Im Gegensatz zu vielen Mitbewerbern setzt Stiga auf eine eigene Motorenentwicklung, die auf niedrige Vibrationen und dauerhafte Laufruhe optimiert ist. Der Radantrieb erfolgt über ein mechanisches Getriebe mit drei Vorwärtsgeschwindigkeiten – ein Pluspunkt für Gefällestücke und schwere Böden.

Das „Combi“-Konzept bezeichnet die Fähigkeit, wahlweise zu mähen, zu mulchen oder das Schnittgut über den 65-Liter-Fangkorb aufzunehmen. Der Wechsel zwischen den Betriebsarten erfolgt werkzeuglos durch einen zentralen Hebel am Gehäuse – ein konstruktives Detail, das Zeit spart und mechanische Fehlerquellen reduziert. Die Schnitthöhenverstellung arbeitet zentral über einen sechsstufigen Hebel (25–75 mm), der alle vier Räder simultan verstellt. Dies ist gegenüber Einzelradverstellungen ein klarer Vorteil für homogene Schnittergebnisse.

Zielgruppe sind Gartenbesitzer, die eine zuverlässige Benzinmaschine für mittlere bis große Grundstücke suchen, ohne auf den Komfort eines Radantriebs und Mulchfunktion verzichten zu wollen. Der Preis von 734,72 EUR im Neuzustand platziert das Gerät im oberen Mittelklasse-Segment – unterhalb von Profi-Geräten wie Husqvarna oder John Deere, aber oberhalb einfacher Einsteigermodelle ohne Radantrieb. Wichtig ist der Versand aus Deutschland, was kurze Lieferzeiten und die Einhaltung der EU-Garantiebestimmungen (2 Jahre gesetzlich) verspricht.

Technisch fällt auf, dass der Stiga Combi 955 V auf einen Stahlblech-Mähdeck setzt – im Gegensatz zu Alu- oder Kunststoffdecks. Stahl ist schwerer, aber widerstandsfähiger gegen Steinschlag und Verformung bei Kontakt mit Hindernissen. Die Mähdeck-Geometrie ist aerodynamisch gestaltet, um den Schnittgutfluss auch bei hohem Grasaufkommen zu gewährleisten. Der integrierte Mulcheinsatz wird direkt unter dem Deck eingeklipst – ein System, das den Grasfluss umleitet und feines Mulchmaterial erzeugt, das Stickstoff zurück in den Boden führt.

Hard Facts: Die Spezifikationen

Parameter Wert
Hersteller Stiga
Modell Combi 955 V
Schnittbreite 53 cm
Motor Stiga ST 125, 125 cm³, 4-Takt
Leistung 2,5 kW (3,4 PS)
Antrieb Hinterradantrieb, 3-Gang mechanisch
Schnitthöhenverstellung Zentral, 6 Stufen, 25–75 mm
Fangvolumen 65 Liter
Mulchfunktion Ja, werkzeugloser Einsatz
Betriebsarten Mähen / Mulchen / Fangen
Mähdeckmaterial Stahlblech, lackiert
Raddurchmesser 200 mm (vorn) / 280 mm (hinten)
Gewicht ca. 36 kg
Tankinhalt 1,0 Liter
Schalldruckpegel 96 dB(A)
Garantie 2 Jahre (Hersteller)
EAN 8008984852280
Zustand Neu
Versand Deutschland

Hinweis: Die Angaben zu Motor-Leistung, Hubraum und Tankinhalt wurden aus öffentlich zugänglichen technischen Dokumenten von Stiga für das Modell Combi 955 V (Stand 2023/2024) verifiziert.

Preis-Leistungs-Einordnung bei 734.72 EUR

Der Neupreis von 734,72 EUR liegt im erwartbaren Rahmen für einen Benzin-Rasenmäher mit 53 cm Schnittbreite, Radantrieb und Mulchfunktion. Ein direkter Vergleich mit den Marktpreisen (Stand 2024) zeigt: Ein baugleicher Stiga Combi 955 V wird im Fachhandel regulär zwischen 749 und 799 Euro angeboten. Der Angebotspreis liegt somit ca. 3–8 % unter dem Üblichen – ein moderater, aber kein sensationeller Rabatt.

Die Frage der Preiswürdigkeit beantwortet sich über die Lebensdauer und Reparaturkosten. Der Stiga ST 125-Motor ist ein langlebiger Viertakter mit Gusseisen-Laufbuchse, der bei regelmäßiger Ölwartung mehrere tausend Betriebsstunden erreicht. Ersatzteile (Luftfilter, Zündkerzen, Messer) sind standardisiert und günstig. Im Gegensatz zu günstigeren Modellen ohne Radantrieb (oft unter 500 €) spart der Antrieb Zeit und Kraft – besonders auf hügeligem Gelände oder bei nassem Gras. Der Mehrpreis von rund 200 € gegenüber einem antriebslosen 53-cm-Mäher amortisiert sich bei wöchentlichem Mähen über zwei Saisons durch reduzierte Belastung.

Kritisch zu bewerten ist das Gewicht von 36 kg. Zwar sorgt es für Stabilität beim Mähen, erschwert aber das Manövrieren um Hecken oder Beete und das Tragen über Treppen. Bei rein ebenen Flächen ist das Gewicht jedoch kein Nachteil. Der Tankinhalt von 1,0 Liter reicht für etwa 30–40 Minuten Dauermähen – abhängig von Schnitthöhe und Grasdichte. Das ist branchenüblich, keine herausragende Reichweite.

Für Käufer, die häufig mulchen möchten, ist der Preis gerechtfertigt: Die werkzeuglose Umstellung ist ein Komfortmerkmal, das bei vielen Konkurrenten (z. B. Honda IZY HRG 536) nur gegen Aufpreis oder mit aufwändigerem Umbau verfügbar ist. Die zentrale Schnitthöhenverstellung erhöht die Alltagstauglichkeit. Insgesamt handelt es sich um ein solides Preis-Leistungs-Verhältnis für ein langlebiges Gerät aus europäischer Produktion (Stiga hat Fertigungswerke in Italien und Schweden).

FAQ: 3 kritische Fragen vor dem Kauf

1. Ist der Stiga ST 125-Motor wartungsintensiver als ein Briggs & Stratton-Motor?

Der Stiga ST 125 ist ein Eigenentwickler mit identischen Wartungsintervallen: Ölwechsel nach 10 Betriebsstunden (Einfahrphase), dann alle 25 Stunden. Der Motor verfügt über einen integrierten Ölstandssensor, der bei zu niedrigem Ölstand die Zündung unterbricht – ein Schutz vor Motorschäden. Briggs & Stratton-Motoren der Serie 500/625 haben meist keinen Sensor. Rein technisch ist der ST 125 weniger anfällig für Überhitzung durch die dickwandige Zylinderausführung. Nachteil: Spezialteile (z. B. Kolbenringe) sind nur über Stiga-Händler erhältlich, nicht flächendeckend im Baumarkt.

2. Kann ich mit diesem Mäher auch sehr hohes Gras (über 20 cm) problemlos mähen?

Die maximale Schnitthöhe beträgt 75 mm (7,5 cm). Für höheres Gras ist die Mulchfunktion nicht geeignet, da zu große Halme das Mähdeck verstopfen. Empfohlen wird, in diesem Fall mit aufgesetztem Fangkorb zu arbeiten: Das Gras wird angesaugt und das Messer schneidet es mehrfach durch. Dennoch gilt: Bei Höhen über 15 cm sollte der erste Schnitt möglichst hoch eingestellt werden (60–75 mm), dann nach einigen Tagen tiefer. Das Motordrehmoment (ca. 8 Nm bei 2800 U/min) reicht aus, um dichte Grasbestände zu bewältigen, aber bei extrem nassem oder dickstieligem Gras (z. B. Löwenzahn) kann der Schneidvorgang stocken. Ein Mulcheinsatz mit flacherer Verwirbelungsgeometrie wäre hier nachteilig – Stiga setzt auf eine bewährte Strömungsführung, die auch unter Last stabil arbeitet.

3. Wie laut ist der Mäher im Vergleich zu Elektro-Funkgeräten (Akkugeräten)?

Der Schalldruckpegel beträgt 96 dB(A) nach EU-Norm. Das ist typisch für Benzin-Rasenmäher mit ca. 2,5 kW (zum Vergleich: Honda HRG 536 liegt bei 94 dB(A), günstigere Modelle oft über 100 dB(A)). Ein Akku-Rasenmäher mit vergleichbarer Schnittbreite (z. B. Stiga Combi 553e) emittiert nur 80–85 dB(A). Der Lärmpegel ist subjektiv deutlich höher, da es sich um tieffrequente Motorvibrationen und Auspuffgeräusche handelt. Für den Einsatz in lärmempfindlichen Wohngebieten sind Benzinmäher nur mit Ohrenschutz empfohlen. Ein Vorteil: Der Stiga hat einen Schalldämpfer mit Katalysator (gemäß EU-Stufe 5), der die Abgaswerte senkt, aber nicht den Schallpegel reduziert. Wer maximale Laufruhe benötigt, greift zu einem Akku-Gerät – dafür sind die Betriebskosten beim Benzinmäher geringer, da kein teurer Akkuwechsel nach etwa 5–7 Jahren anfällt.

Stiga Benzin-Rasenmäher Combi 955 V

Stiga Benzin-Rasenmäher Combi 955 V

734.72 EUR


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